Bruderschaft

Unsere Bruderschaft

Bekenntnis zu Glaube-Sitte-Heimat

„Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers!“

Die St. Victor Bruderschaft Xanten e.V. nennt als Gründungsjahr 1393. Wie auch bei den anderen Schützenbruderschaften Xantens, ging unsere Gründungsurkunde leider verloren. Im Kirchenarchiv fand man allerdings Baurechnungen aus dem Jahr 1393 und um das Jahr 1400 wird die Bruderschaft in den Rentenverzeichnissen der Stadt erwähnt. Zu dieser Zeit nannte sich die Bruderschaft noch zum „Heiligen Andreas“. Verbrieft ist, dass sich die Bruderschaft im Jahre 1484 eine neue Ordnung gab und sich nun „Sankt Victor Bruderschaft“ nannte, im Xantener Sprachgebrauch kurz „Victor’sse“.

Zum 600jährigen Jubiläum im Jahr 1993 wurde das St. Victor-Heiligenhäuschen gebaut, in der Absicht ein bleibendes Andenken zu schaffen.  Der Bundesköniginnentag 1993 krönte am 23. Mai die Jubiläumsfeierlichkeiten mit einem Festumzug bei herrlichem Schützenfestwetter. Nach zehn weiteren Jahren sorgten die Victor’sse für die nächste Schützen-Großveranstaltung in Xanten, das Bundesfest 2003 wurde an den Tagen 12. bis 14. September gefeiert. Gleichzeitig feierte die Stadt Xanten das 775jährige Stadtjubiläum. In den Jahren 2004 und 2012 war man Ausrichter für das Bezirksjungschützenfest, im Jahr 2007 waren die Victor’sse Gastgeber für das Landesbezirksbundesfest. Die Jungschützen und Jungschützinnen der Bruderschaft sind ebenfalls sehr aktiv und richteten im Jahr 2015 das Diözesanjungschützenfest in Xanten aus. Aus Anlass des 625jährigen Jubiläums der Victor’sse, freuen wir uns nun das Bundesfest im Jahr 2018 auszurichten.

Im Jahre 1703 zählte die Bruderschaft 91 Männer, alle mit Flinte und 30 Mann zusätzlich mit Degen ausgerüstet. Heute sind wir über 350 Mitglieder, bestehend aus drei Kompanien der Altschützen, der Damenkompanie, dem Offizierscorps, dem Bundesspielmannszug, den Kompanien der Jungschützinnen und Jungschützen, sowie den eigenständig agierenden      St. Viktor Sportschützen. Bei unserem jährlichen Schützenfest wird die jeweilige Majestät mit dem Armbrustschuss auf den Holzvogel ermittelt. Neben diesem Fest sind die  Katharinenfeste im November weitere Höhepunkte, benannt nach der hl. Katharina, die als Nebenpatronin verehrt wird. Der Katharinenball ist ein Fest für die Geselligkeit bei der auch Ehrungen/Auszeichnungen verliehen werden, der Katharinenkaffee, der nachweislich seit 140 Jahren gefeiert wird, ist ein Dankesfest an die Damen der Bruderschaft.

Eine Besonderheit innerhalb der Bruderschaft sind die Billekerls, die ihre erste Erwähnung 1714 finden, als drei neue lederne Köller für die Truppe angeschafft wurden. Billekerls, das sind behelmte, ein braunes Gewand tragende, mit Beilen bewehrte Schützenschwestern oder -brüder. Sie symbolisieren die Staatsmacht und können als Polizeisoldaten (Liktoren) bezeichnet werden. Eine weitere Symbolfigur ist der kleine Victor, der den Hl. Victor symbolisiert und jeweils von einem Kind aus den Reihen der Offiziere dargestellt wird. In seiner Uniform mit Fahne, Helm, Dolch und Schild ist er bei allen öffentlichen Auftritten dabei.

Wir leben die Traditionen, ohne den Blick nach vorne zu verlieren.